Über den Fotografen

Lomographisches Selbsbildnis
Der Fotograf. Das bin ich, Leon.

Meine Begeisterung für das Land Australien begann, wie in 'über diesen Blog' zu lesen, als ich mit einer kleinen Gruppe Mitschüler im Jahr 2010 an einem Austausch mit dem Billanook College in der Nähe von Melbourne teilnahm. Uns Schülern wurde damals bekannt gegeben, dass ca 15 Leute aus unserer 100 Mann und Frau starken Stufe die Chance bekommen würden, für 2 Wochen nach Australien zu fliegen, um dort eine Woche bei einer Gastfamilie rund um Melbourne und die andere Woche in einem Hotel in Sydney zu verbringen. Ich dachte mir, mit meinem doch teilweise sehr negativen Selbstverständnis, dass ich wohl kaum an dieser, von den meisten Schülern sehnsüchtig erwarteten Reise teilnehmen würde, bewarb mich dann aber trotzdem mit einer Art Lebenslauf, und einem Schreiben, warum ich unbedingt nach Australien will. Ich verfasste eine Seite Text und war zufrieden mit mir, schickte also die Unterlagen ab und begann zu warten. Je näher die Abgabefrist rückte, desto öfter bekam ich von Menschen zu hören, die 4 oder sogar noch mehr Seiten geschrieben hatten. So verstärkte sich dann die Gewissheit in mir, dass ich wohl nie nach Australien mitfliegen würde. Eines Tages kam dann aber in einer Pause ein Mitschüler zu mir und überbrachte mir die frohe Botschaft:                                                                   Ich würde nach Down Under reisen! 
So begann im Frühjahr 2010 für mich eine Zeit, die ich wohl nie vergessen werde.
Bereits in 'über diesen Blog' erwähnt, gaben Georg und ich uns vor ca einem Jahr das Versprechen, gemeinsam nach Australien zu gehen. Mit diesem für uns beide bedeutendem Handschlag, begann eine Zeit der Planung, die bald schon zu Ende ist. Bald werden wir nach Australien fliegen.

Doch genug Vorgeschichte, nun zu mir.


Im September 1994 geboren, fiel ich schon damals als sehr ruhiges Baby und Kleinkind auf. Laut meinen Eltern weinte bzw schrie ich kaum, war stets interessiert an meiner Umgebung und war unter tausenden Kindern stets durch meine großen Augen zu erkennen. Das stille Wesen und die großen Augen sind mir geblieben, jedoch bin ich nun älter, habe bereits eine große Hürde des Erwachsenwerdens gemeistert: 2013 habe ich mein Abitur bestanden. Ob meine großen Augen eine Art "Wink des Schicksals" waren/sind, oder ob es einfach ein Zufall ist, ich kam ca 2008 auf den Geschmack der Fotografie. Mein erstes Bild, für dass ich ein wenig Lob einheimsen konnte, machte ich mit einem damals als bestes Fotohandy aller Zeiten gepriesenen Sony Ericsson k800i (oder so) in Hamburg. Ich knipste ein wenig weiter mit meinem Handy, mal dies mal das, alles keine brillanten Bilder, von der Qualität der Fotos mal ganz zu schweigen. Einige Zeit später bekam ich dann eine stinknormale Olympus DigiCam, mit der ich auch weiter fotografierte, mich ein wenig mehr ausprobierte. Es kam aber recht schnell dazu, dass ich mit den Möglichkeiten einer Digitalkamera nicht mehr zufrieden war und meine Suche nach einer ersten DSLR begann. Nach einiger Zeit entschied ich mich dann für ein Modell der Alpha-Reihe von Sony, welches günstig aber dennoch recht gut war. Meine Ausrüstung wuchs, meine fotografischen Experimente wurden zu meinem Hobby, das festen Einzug in mein Leben hielt. Ich absolvierte ein Schulpraktikum bei einem Fotografen, lernte stets dazu und informierte mich im Internet über diverse Techniken. Irgendwann fing ich dann auch mit der analogen Fotografie an, kam auf den Geschmack den sog. "Lomographierens", einen recht experimentellen Zweig der Filmfotografie.


Ergebnis einer Lomo-Tour
Zum Einsatz kommen hier entweder billige Plastikkameras, oder Kameras, die schon mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel haben, eigentlich alle mit einer Möglichkeit zum Mehrfachbelichten ausgestattet.
So existieren also zwei Fotografenherzen in meiner Brust, das eine ist das digitale, das andere das analoge, experimentierfreudige.
Vor kurzem kaufte ich mir dann, zum einen für die Australienreise, zum anderen für die danach geplante Ausbildung zum Fotografen, eine neue Kamera, ebenfalls von Sony, die Alpha 77. Mit dieser Kamera bin ich nun mehr als zufrieden und bestens gerüstet für alles, was da kommen mag in Australien. 
Schmankerl der A77

Nun, was kommen mag, das kann ich nicht sagen. Dennoch bin ich mir sicher, dass ich viel erleben werde. Vieles, das mich (hoffentlich) selbstständiger, selbstsicherer und offener machen wird. Dies sind meine Gründe, diese Reise anzutreten. 

Natürlich gibt es viel zu meiner Person zu sagen, viel mehr, als bloß das Zeug über das Fotografieren. Dennoch geht es ja hier 'über den Fotografen', nicht 'über Leon'. Wie Georg in seinem Text schreibt, ist sein Teil, das textliche, das schreiberische Können. Mein Teil wird es hauptsächlich sein, alles ein wenig mit Bildern zu würzen. Außerdem ist es ja der Blog über unsere Australien-Reise, nicht mein persönlicher Blog.
Ich denke trotzdem, dass man nach und nach einen Einblick bekommt, wie ich so ticke (sollte man mich nicht kennen).

Regards,
der Fotograf


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