Fruitpicker Blues / Cosmopolitan Swing

Trippin trippin trippin through Australia...


So oder so ähnlich kann man wohl die letzten Wochen zusammenfassen.
Nach dem Aufbruch aus Borderlineland geschah zuerst etwas Unerwartetes:
Unser letzter mehr oder weniger ernst gemeinter Versuch, nach einem Dutzend Abweisungen im Madec-office (staatliche, kostenlose Vermittlung von Farmwork), in Renmark Arbeit zu finden war erfolgreich.
So führten wir für 30 Minuten die höchst angenehme Tätigkeit des Aprikosentrocknens, Schwerpunkt Gestelle auslegen, aus und verdienten uns ein opulentes Mittagsmahl inklusive Getränke bei Dominos. Auch wenn diese Anstellung in keinster Weise nachhaltig und vermutlich eher Mitleid und der Arthritis der betagten Arbeiter geschuldet war, konnten wir nun endlich von uns behaupten auf einer Fruitpickingfarm gearbeitet, somit ein must-do im Backpackerleben abgehakt zu haben. Diese Work-and-Travel-Australien-to-do-Liste ist tatsächlich bereits weitestgehend verwirklicht, Näheres später irgendwann.

Noch am selben Tag ging es an einen weiteren großen Schritt, dem Aufbruch nach Mildura, VIC, eine Stadt, um die wir eigentlich einen großen Bogen schlagen wollten, hatten wir doch ausschließlich schlechtes von ihr gehört. Die Geschichten reichten von abgezogen werden vom Working Hostel über abgezogen werden von der bestehenden Mafia bis hin zu abgezogen werden von gewalttätigen Farmern oder kontrastreicherweise abgezogen werden vom Contracter.
All dies interessierte uns aber herzlich wenig und als uns das dortige Madec-office wie in den vorherigen drei Wochen mitteilte, dass es nur noch zwei Wochen bis zur Sultanasernte, ganz bestimmt nicht länger, dauern würde, machten wir uns ohne große Umwege auf zu dem bis dato schönsten Campingplatz, wie gewohnt kostenlos und direkt am Murray, für uns öffentliches, dringend benötigtes Badehaus. Hier kam hinzu, dass direkt neben uns in einem Baum ein uns täglich beehrender Waran wohnte und direkt vor uns im Fluss ein riesiger umgestürzter Baum moderte, auf dem man sich in perfekter Höhe sitzend vom Wasser umspülen lassen konnte.
Letzteres war auch nötig, denn es folgte eine dreitägige Hitzewelle von 45 Grad.
Selbst für uns Langzeitreisende waren solche Dimensionen bis dahin unvorstellbar gewesen. Wir befanden uns von 12 bis 18 Uhr buchstäblich in einem Koma, sechs Liter Wasser trinkend, aber kein mal auf Toilette müssend, taten nichts außer sitzen, schwitzen.
Auch wenn diese Temperaturen zum Beispiel den Vorteil hegen, dass man quasi geschenkte Adventskalender (25 Cent/Stück) als Nutella benutzen kann, ist die allgemeine Stimmung eher brenzlig, Total Fire Ban, die Feuergefahrtafeln auf extrem gestellt.


Es kam wie es kommen musste, 1:30 nachts, Georg wacht auf, Rauchgeruch, verhangener Mond, Augen brennen, Braten gerochen → irgendwo loderte ein Feuer.
Obwohl die Feuer-app keine Gefahr in der Nähe anzeigte, trieben uns doch unsere einsame Position und das Bewusstsein sowieso nicht mehr schlafen zu können wieder auf die Straße. An diesem abenteuerlichen Ereignis unserer Reise kamen schlussendlich Leons Heldenqualitäten zum Vorschein, fuhr er doch völlig übermüdet bei Nacht, Känguruaufidestraßehüpfzeit, vier Stunden straight bis nach Swann Hill, wo wir im Morgengrauen duschten, darauf folgend noch einmal zwei bis in die Kleinstadt Edchuca, von der der National Harvest Guide behauptete, die Ernte diverser Früchte würde gerade in ihrem Umfeld beginnen.
Es folgte ein Zombimarsch zum nächsten „Sorry mate, harvest starts in about two weeks.“- office. Hallo Passanten guckt ruhig schief, offensichtlich ja zurecht - viva la insomnia - .

Nach ein wenig weiterem Verranzen auf einem ordentlich verranzten „Campground“, nebenbei als Müllhalde gebraucht, blieb uns nur noch ein Ort, ein letztes mögliches El Dorado, zumindest eine letzte Wiege der Hoffnung, unsere Suche nach ehrlicher, ertragreicher Farmarbeit fortzusetzen, Shepparton.

Es ging also weiter gen Osten, wo sich nach Ankunft besagtes Städtchen als deutlich vielversprechender entpuppte als angenommen. Beginnend mit dem Erhalt eines „Backpacker-Sets“, bestehend aus verschiedensten Karten und Flyern schlich sich so langsam der Eindruck ein, viel mehr in einem Backpackermolloch, als in einer verschlafenen Provinzstadt gelandet zu sein. Der Eindruck fand weitere Erstarkung mit dem permanenten Erspähen von verschiedensten maroden Campern, Station Wagons, Four-wheel drives und anderen zerfallenen Gefährten.
Auch gab es vier Mäcces, ungewöhnlich viele Outlets und natürlich den obligatorischen Domino's, der so wichtig ist, weil es montags und dienstags sieben verschiedene Pizzen für je 5$ gibt. Endgültig bestätigt wurde unser unterschwelliges Gefühl dann durch die Möglichkeit im Park seine Geräte an öffentlichen Steckdosen aufladen zu können, was zum Beispiel sechs Franzosen, sechs Blunts mitten im Stadtzentrum smokend, in Anspruch nahmen. Wir feierten mit weniger Rauch, dafür mit mehr Schall in Form von freudigem Urwaldgeschrei. Wegen der schieren Massen junger Leute gingen wir wenig hoffnungsvoll zur Vermittlung, doch siehe da, es gab Arbeit in der Gegend, wo Äpfel und Birnen, auch wenn selten verglichen, beide so langsam fertig gereift hatten.
Wir konnten uns sogar auf einer Liste eintragen…mit nur über hundert anderen Rucksackreisenden. Immerhin zogen wir unser Lager wiederum, wenn auch ohne Murray, auf mit Schönheit gesegneter Erde hoch, welche für sieben Tage unser Halt sein sollte.


Hingerafft wurden wir. Zermürbt von zu viel Freizeit. 15 Stunden freie zeit pro Tag zu haben ist nach einer Woche nicht mehr schön und macht gehörig taub im Kopf, da sich irgendwann die ewig selben Gedanken drehen und drehen und drehen und drehen. Auch wenn der In-Boxershorts-draußen-gammel-Alltag von vorbeifahrenden Asiaten, die eben dieses Bild zweier braun-weißer Wilder mit ihren Smartphonekameras optisch festzuhalten anstrebten, dem Besuch der Art Gallery, einem Radfahrer, Nachname Metzger, der 20 Dublonen für sekundenlanges Handy im Wald suchen springen lässt, trotz Protest, veredelt wird.
Es war klar wie das uns fehlende Duschwasser: Arbeit musste her!
Sodann ging es hinaus auf die Felder, den größten random run auf mögliche Arbeitgeber, Sklaventreiber, wen auch immer zu starten. Tatsächlich trafen wir einen Contracter, Hassan, persönlich an, samt Neureichen-Pickup, Neureichen-Handy, schlechterem Englisch als das Unsere. Dieser rief uns noch am Abend an, um mitzuteilen, wir wären ab sechs Uhr des nächsten Morgens dabei. Die Dinge änderten sich also so plötzlich wie eh und je, sodass bei Sonnenaufgang auf einige Reihen Pfirsichbäume losgegangen wurde. Danach lautete der Auftrag, Birnen bestimmter Größe zu picken, woran wir kläglich scheiterten, den Feierabend einläuten mussten, bis am übernächsten Tagesanbruch, aufgrund einer eintägigen Regenpause, allen Früchten zu Leibe gerückt wurde.
Langsam aber sicher, begannen wir ihn zu pfeifen, zu fühlen, zu leben, den Fruitpicker Blues.
Doch just, eines Streits zwischen Obstbauer und Menschenschleuser geschuldet, wurde unser inneres Klinkenkabel wieder herausgerissen, die Pickervibes Schallplatte zerbrochen, Stille und Untätigkeit wieder eingeläutet.

Fuck, es wäre wirklich eine große Freude gewesen noch zwei Wochen picken zu können.
Klar, dann hätten wir für einen Monat in unserem Magna gelebt, eher irgendwie überlebt. Freilich hätten wir uns, vielmehr ich und nicht höhengeängstigter Leon, auf den kruden Leitern easy was brechen können. Sicherlich kann man 28$ per Bin (1,10m x 1,30m x 1,30m) als Rip-off bezeichnen, auch wenn wir sowieso auf ausgebeutet werden eingestellt sind.
Doch die Atmosphäre war einfach ein purer Genuss. Ich heizte ohne Einweisung mit chinesisch beschrifteten Traktoren samt drei Meter langen Anhängern durch Baumreihen, mitunter gegen Baumreihen. Wir durften Teil eines sehr außergewöhnlichem Schlag von Menschen werden, gegen den die ausgelutschte Backpackerszene größtenteils sehr angepasst und dröge wirkte. So arbeiteten wir zusammen mit rumänischen Omas, Mustergospelchorladys aus Afrika, sehr herzlichen Südamerikanern, lebensfrohen Asiaten, welche über die Bäume zu fliegen schienen und ebenso wie der „Überpicker“, ein Australier um die 50, in der selben Zeit allein so viele Bins füllten wie wir beiden Kinder zusammen. Man half sich unter einander – gemeinsam arm, gemeinsam fidel.
Des Weiteren war das Rushen durch morsches Geäst und verdrehte Baumkronen, bei völligem Entfallen des Denkprozesses zumindest für mein dauerhaft ratterndes Gehirn, mein sprudelndes Herz viel mehr entspannend als eine Belastung.


Die große Ironie des schnellen Endes unserer neuen Beschäftigung war, dass wir tatsächlich an einen ehrlichen Contracter geraten waren, denn vorgestern lösten wir nicht viel erwartend den Scheck ein und bekamen wirklich Geld ausgehändigt. Andererseits erhielten wir den Papierfetzen wohl auch nur, weil ich den Schneid besaß nach der Vorgabe „Call me on Monday, I will give you the cheque then.“ zu erwidern die Bezahlung direkt haben zu wollen und „alright alright okay alright“ ich musste nicht einmal insistieren.

Letztendlich und logisch ging es nun also wieder, wie sollte es auch anders sein, ans WWOOFen, um Zeit bis zu den nächsten großen Meilensteinen sinnvoll zu verballern.

Meilenstein im Leben eines Mannes: Größter Regenwurm
Jetzt führen wir ein Doppelleben...!

Die Woche über sind wir gemütliche Landarbeiter in verdreckter Arbeitskleidung, die nach Feierabend ihre Zeit mit Schreiberei, Lesen, Gammeln, Facebook und vor allem Essen vertreiben. Doch am Wochenende wird sich in die schicksten Fummel aus dem Rucksack geworfen und es geht hin zur Kultur Kultur Kultur.

Somit sind wir, ohne es zu steuern, Teil der Aussie-Wochenendaufblüherei geworden, was allerdings nicht dadurch ausgelöst wurde, dass unsere momentane Unterkunft irgendwelche Wünsche offen lässt. Im Gegenteil, wir sind äußerst glücklich auf dieser Farm gelandet zu sein, auch wenn es sich zu Beginn unglaublich ungewohnt und fast erschlagend anfühlte nach vier Monaten in einem eigenen Zimmer zu liegen. Gemästet werden ist angesagt, hier sind die asiatischen Gerichte tatsächlich mal scharf genug, wenig Arbeit, Second Year Quali, nicht zu viel Conva, doch ein herzlicher Umgangston, gespickt mit politischen Diskussionen. Unsere Beherberger, Cathrin und Laurie, sind nämlich beide in lokalen Gruppen zum Schutze von öffentlichem Raum, des Weiteren solchen grüner und feministischer Natur organisiert, Samstag und Sonntag politisch aktiv. Daher rührt auch unser zweitägiges #Highlife. Frau verdingt sich als Künstlerin, wirkt aber vor allem als Lehrerin, Mann ist ebenfalls Künstler, allerdings hauptberuflich und momentan eher weniger.
Beide sind viel gereist und im Grunde Citypeople, die vor ein paar Jahren aus urban Fadheit aufs Land zogen, haben Kinder aus früheren Ehen und sind fröhlich-entspannt, tolerant, bereiten als Vegis sogar Fleisch für uns zu.
Cathrins Nachkommen, Sebastian und Domenique (11 und 13) sind die undankbarsten Kinder, die mir bekannt sind und pflegen Manieren a la Jabba the Hut. Ihre Mutter ist einfach zu nett, wenn die Kinder die halbe Woche über zu Besuch sind. Uns gegenüber sind die kidz jedoch immer höflich, vielleicht weil wir abspülen, fegen etc. Meine Haltung wäre heute vermutlich auch anders, hätte ich von klein auf Diener des Hauses (WWOOFer) um mich herum gehabt.
Tatsächlich munkelt man, der elf jährige Sepp weise erstaunliche Ähnlichkeiten mit dem frühpubertierenden Georg auf: Merkwürdig geschnittene blonde Haare, Gier, Moppeligkeit, Altklugheit, hat keine Lust auf seinen Stiefpapi, hat keine Lust Gitarre zu üben, hat keine Lust zu duschen, hat keine Lust.
Während ich also NOFXs „Fuck the Kids“ summend abspüle und den ebenso unerzogenen Hund der Farm verscheuche, weil er an meinem Knie leckt, denke ich schmunzelnd, dass es auch für den Jung also noch Hoffnung gibt.


Unser erster Ausbüchser in die Riegen der besseren Gesellschaft führte uns zurück ins Art Capitol der Nation, dahin wo alles angefangen hatte, nach Melbourne. Dort hatten wir nämlich im Zuge unseres Ankommen/Klarkommen-Schwindels, gefangen von gumtree.com.au, von der Hoffnung auf schnell vermittelte Cityjobs verblendet, blurry blurry gejetlagt, so einiges vergessen.
Das Stelldichein begann mit dem Blick vom Balkon des War Memorial (riesiger Klotz Gestein für eine nach unseren Maßstäben unglaublich lächerlich geringe Menge an Gefallenen) auf die extravagante, leicht in Smog getauchte Skyline der ehemals reichsten Stadt der Welt. Bereits zu diesem Punkt des Wiedersehens war ich erneut völlig verzaubert von dieser Metropole, die ich drei mal so oft wie Berlin besuchen durfte.
Weiter ging es mit Barfuß-Schlendrian durch die Botanic Gardens; hiesige mit verspielterem Anstrich als unser liebster Zeitverstreichort in Adelaide.
Endlich ging es runter von der Straße, hinein ins ACCA ( Australian Centre for Contemporary Art), wo wir aufs Äußerste von einer Video-Ausstellung namens "Crescendo" gefangen genommen wurden.

https://www.accaonline.org.au/exhibition/crescendo

Doch wie das mit Video-art nun mal meistens so ist, blieb uns nicht genug Zeit jedes Werk in voller Gänze zu bewundern und wir mussten aus Zeitmangel, weil die Galerien um 17 Uhr schließen, vermutlich damit der Bourgeoisie noch genug Zeit zum Wein trinken bleibt, grausamerweise, ich hätte 12 Stunden zwischen den Leinwänden verbringen können, wollen, weiter in die National Gallery of Victoria.
In diesem belebten, riesigen Hort der Kunst waren wir gerade noch zeitvermögend genug, um das Europa des 19./20. Jahrhunderts zu besuchen, und anschließend zurück in die Zukunft zu reisen, zum Zeitgenössischem. Gleich zweimal entwichen mir während unseres Besuches spontane Jauchzer der lauten Sorte, was selbst in dem blumigen Zustand, in dem ich mich ohnehin befand, eher eine Rarität darstellt.
Beim ersten Mal lief ich in einen Raum voller Picasso, Monet, Warhol, Dali, Obstsalat also, drehte mich nach rechts und da saß er einfach so, der Denker.
Zum Zweiten trieb mich die „Air“-Ausstellung. Man stelle sich einen weißen Raum vor, welcher, bis auf einen Gehweg an der Seite, komplett gefüllt ist mit Photos, Gemälden, Objekten, Skulpturen, Kleidung etc, die man irgendwie mit dem Thema Luft assoziieren kann; eine wahrhaftige, raumgroße Enzyklopädie also und das in Zeiten wo alles einen Mausklick entfernt ist. Man fühlte sich auch ein wenig, als sei man in einem Gehirn.
Des Weiteren ist Melbourne sehr gut zum Schöne-Menschen-Sightseeing geeignet; wie auch Bergisch Gladbach natürlich.
Schließlich neigte sich dieser perfekte Tag dem Ende zu. Zwischen dem verdienten Dinner auf der Farm, wir hatten aus Zeitmangel seit 9 Stunden nichts mehr gegessen, lag nur noch der Rückweg mit dem Auto; Verkehr - Level: Asian.
Durch diesen von Trams und zu umfahrenden Mautstraßen durchsiebten Verkehr fühlte ich mich, immer noch von der herrlichen Kunst beflügelt, in der Lage uns zu führen, wie schon auf dem Hinweg. Dem war nicht so.
Von Hunger und abstürzendem Navi bis auf die Knochen gestresst, brachte Fahranfänger Gläser fast einen Frontalcrash mit drei Spuren zu Stande. Da macht man sich Sorgen wegen des Linksverkehrs und woran scheitert es? - Rote Ampel übersehen.
Trotzdem brachte ich uns noch irgendwie nach Hause und legte mich nach dem Essen zittrig, mit Apollo 13 Piloten Feeling schlafen...für 14 Stunden.

Sonntag wurde dann im Zeichen Epikurs verlebt.

We won't call back, bitches!
Wochenende Nummer wollten wir ebenso von Horizonterweiterung geprägt sein wie Vorheriges. Zu diesem Zwecke wollten wir ein „Sustainable Lifestyle“-Festival besuchen, in dem unsere Hosts als Helfer partizipierten. Die Eifrigen verschwiegen uns jedoch, vermutlich aus scheinbar Aussie-üblichem Wohlstand, dass Eintritt verlangt wurde. Outlaws wie wir sehen es freilich nicht ein für Propaganda von Yuppies im Hippiepelz zu blechen und investierten lieber nachhaltig in Kekse und unser zweites Bier des Jahres. Ja ihr habt euch nicht verlesen, wir kommen einfach nicht zum Trinken. Auch am Sonntag war wenig mit weitem Horizont; Grund diesmal: Qualm. [LinkFeuer]

Fast hätte ich vergessen von unseren beiden Mitstreitern zu berichten. Schon im Vorhinein waren wir darüber unterrichtet worden, dass sich kurz nach uns noch eine weitere deutsche WWOOFerin hier einfinden würde. Dies hatte einige mannhafte Gesten unsererseits als Bekundung unserer Zuversicht nun endlich die Backpacker-Hippiegöttin zu treffen, nach der wir uns doch so sehnen, zur Folge. Nun ja, Lisa (19) war dann doch kein Blumenkind, aber gewiss eine patente, loyale Gefährtin, die auf dieser Farm, wo es weder Gesellschaftsspiele, noch DvDs & Fernseher, noch Wifi gibt, ebenso hart arbeitet und gammelt wie wir.
Der vierte im Bunde ist Ayo (29), ein aus Nigeria stammender Brite, welcher in Puncto Ruhe der eben Beschriebenen in nichts nachsteht und manchmal den Eindruck erweckt nicht alles ganz so genau mitzubekommen. Insgesamt lebt es sich also eher ruhig in der WWOOFer-Unterkunft, auch wenn wir alle Touren gemeinsam unternahmen und man sich gut versteht.

Tatsächlich sind wir hier auch schon wieder kanpp drei Wochen lang Hobos und dieser Post sollte eigentlich als Zweiteiler, oder Tanz in zwei Akten, rausgewalzert werden, jedoch kam ja bekanntermaßen eine kleines Raucherpäuschen mit der Natur dazwischen #hastdumalfeuer. Nun ist es endlich so weit, die nächsten großen Meilensteine stehen unmittelbar bevor.
Bleibt also gespannt, Schorsch ist darauf gefasst seine Finger noch schneller fliegen zu lassen für Updates der Luftbrücke nach Hause, mögen sie euch Rosinen sein!

Beta
Yankee
Echo

Ps.: Bin braun geworden.


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