Hussa!

Schwupp. Da bin ich ein Jahr älter.
Für mich eigentlich keine große Sache, ich fühle mich nicht erwachsener, sehe nicht älter aus und auch generell scheint es mir, als sei alles gleich geblieben. Anscheinend bin ich einfach jemand, der seinen Geburtstag nicht so groß feiern muss und trotzdem zufrieden ist. Natürlich finde ich es gut, dass ich geboren worden bin (höhö), aber ich komme ja nicht jedes Jahr erneut auf die Welt. Ich bin glaube ich einfach etwas komisch in der ein oder anderen Hinsicht.

Eine wirkliche Feier/Party war ja unter den gegebenen Umständen nicht möglich (welch Wunder), dennoch kann ich jetzt abschließend sagen, ich hatte einen guten Geburtstagstag!
Angefangen hat alles gestern Abend (27.9.) und zwar damit, dass ich nach anfänglichen Bedenken, was unser Geld hier angeht, doch dem Backpackertrunk (Goon) nicht abgeneigt war. So machten wir uns auf den Weg, um im Bottle Shop unseres Vertrauens einen Beutel „Fruity Lexia“ (der einzig wahre) zu besorgen. Um das ganze etwas erträglicher zu gestalten, kauften wir auch eine Flasche Apple&Mango Juice bei den australischsten aller Discounterbetreibern, den Gebrüdern Albrecht. So gut ausgerüstet, begannen die Vorbereitungen für einen guten Abend:
nichtsahnend zauberten wir ein Mahl – YumYum mit Mais – und bekamen aus heiterem Himmel jeder eine Dose Bier geschenkt. Diese milde Gabe war der Leitung des Hostels zu verdanken, da dort wohl jeden Freitag Freibier bzw -goon angesagt ist. Feine Sache!
Mit vollen Bäuchen und jeder einem Carlton Draught intus ging es zurück auf unser Zimmer, wo wir von allen Seiten bedrängt wurden, doch mit auszugehen, irgendetwas zu unternehmen, denn schließlich sei doch Freitagabend und Party angesagt. Jedoch mit unserem Kanister Goon unter dem Arm und unserem Geldbeutel im Blick lehnten wir ab, auch nicht vergessend, dass wir am nächsten Morgen früh raus und auschecken mussten. So leerte sich nach und nach unser Schlafsaal und wir erdachten eine brillante Idee, wie wir uns den Zaubertrank zu gemüte führen konnten.
Man nehme eine Bierdose, entferne das obere Ende und erhalte einen Becher!


So leerten wir die ein oder andere Dose und der Abend wurde noch besser. Jedoch wurde ich recht schnell von einer alkoholinduzierten Müdigkeit ergriffen, weshalb ich auch nicht bis 00h Ortszeit wach blieb.

Der nächste Morgen, mein Geburtstagsmorgen, begann mit einem im Halbschlaf gemurmelten „Happy Birthday“ meines mir untergeordneten Bettgenossens, einem stark erkrankten Tommi, der sein Heil wohl auch in Down Under sucht. Danach gab es eine Umarmung meines Mitreisenden und Frühstück. Wieder auf dem Zimmer angekommen, ein paar mehr „Happy Birthday“s von anderen Bewohnern des Zimmer 803 und dann war auch schon Zeit, die Sachen zu packen und uns auf den Weg Richtung Bahnhof zu machen. Dort angekommen, legten wir uns eine Runde in den Wartesaal hin und verbrachten die Zeit, die wir auf unseren Zug zu warten hatten, irgendwie. Ich möchte hier betonen, dass wir uns HINLEGTEN, obwohl das HINLEGEN in diesen Räumlichkeiten strikt verboten war! Mensch sind wir harte Kerle!
Gegen 14h war ich dann mit Muttern und Brudern zum skypen verabredet und ich muss sagen, es tat gut, bekannte Gesichter wiederzusehen. Zwar streikte die Technik ein wenig und meine Stimme schaffte es nicht, 16.000Km nach good ol BGL zu schallen, aber mein geschriebenes Wort kam dort an und so unterhielt man sich ein wenig.
Jedoch verlangte dann ein Zug Richtung Gisborne die unsere Aufmerksamkeit und ich musste das Telefonat/Chat/Video-Teil beenden.

Nach einer Zugfahrt von ca einer Stunde befanden wir uns an unserem Ziel, unserer ersten Farm! Haha, wir haben einen Ort zum Leben! Zumindest für diese Nacht, morgen wird sich nämlich herausstellen, wie geeignet wir für Farm Work sind. Stellen wir uns gut an, könnten wir eine Zeit hier bleiben. Stellen wir uns dumm an, heißt es: „Ab zurück nach Melbourne!“ 

DANKE!!!
An meinen Mitreisenden Georg, für den guten Abend, den guten Tag, das Gedicht!
An meine Familie, die trotz vieler tausend Kilometer Abstand an mich denkt und in Gedanken mit mir feiert!
An die beste Freundin der Welt, Lisa, für ein weiteres Gedicht, welches von einem guten letzten Abend handelt!
An alle meine Freunde, die an mich gedacht haben/an mich denken und die ich vermisse!
Ihr seid toll

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