Eines Junitages

Jetzt ist wirklich alles vorbei.

Die Noten bekanntgegeben.
Die Jagd,
Auf der ich mich 12 Jahre lang befand ist nun zu Ende.
Sie endete gut,
Was jedoch impliziert, dass es nun auch gut,
Noch besser,
Weitergehen muss.
Ach hätte ich doch nur einen Grund
Mich in
Suff und Depression
Zu stürzen,
Zu verwahrlosen,
Zu hängen.
Aber nein!
Planen ist angesagt:
Leben,
Liebe,
Working Holiday,
Job,
Körper,
Kunst.
So viel zu tun
Ich schreibe
To-do-Listen-Listen,
Projekte über Projekte,
Blogs über Blogs,
Nur um zu vertuschen
Wie langweilig mir im Grunde ist.
Die schiere Masse an Möglichkeiten
Bringt Ohnmacht.
Zu viel elektronische Musik für Schlaf,
Zu viele Drogen um sich für eine zu entscheiden,
Zu viele Worte um sie niederzuschreiben,
Zu viele Dinge, die man tun darf.
Burningseri.es bietet über 700 Serien.
Ich hab kein Spotify - zu viele Künstler - .
Ich danke der GEMA, dass sie mir auf Youtube Grenzen aufzeigt.
Die GEMA ist wichtig.
Okay das war jetzt ein Scherz.
Auch führe ich kein Whatsapp.
Mein Handy ist ein Ziegelstein.
All diese Apps überfordern mich.
Machen mich wütend wie
Vögel.
Weil ich so darauf achte, mit was ich
Meine Zeit
Vertreibe,
Schlägt sich meine
Unkompensierte Überproduktivität
In jenen ausgewählten Aktivitäten nieder:
Stundenlang rede ich mit meinen Katzen.
Mittlerweile stalke ich meine Facebookstalker in erheblicherer Weise als sie es je bei mir taten.
Ich warte bis mein Bruder aus der
Schule
Heimkehrt, damit wir 5 Minuten lang rumschreien und uns wie Autos anbrummen können.
Ich brauch das.
Wenn ich koche und aufräume, fühle ich mich wie eine
Übermilf, die auf den Klempner wartet.
Außerdem schlafe ich sehr viel.
11 Stunden
Können nicht gesund sein.
Die Trägheit nur ausgleichbar mit Kaffee
Ich brühe ihn mit vier verschiedenen Gerätschaften:
Bodum, Krups, Nespresso, Melita
Liter für Liter
Mein Leben ist Brei.
Burnout vom Burnout
Die Schulzeit ist vorbei.
Kein Plan vom Plan vom Plan
Hänger vom Hänger
Alles zieht sich solang hin.
Wir haben Juni
Und erst im September
Ist Reisebeginn.


Georg Gläser
25. Juni 2013 (man evaluiere selber wie viel Fiktion beigemischt wurde)

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