Ankommen < Klarkommen

Nach einer durchzechten, wundervollen Nacht ohne Schlaf gings dann auch schon los!
Obwohl dies wohl einer der ruhigsten Flüge war, die ich je erlebte, schaffte ich es nicht mehr als 3,5 Stunden zu schlafen im Gegensatz zu meinem Mitstreiter, ja ich bin fast geneigt zu sagen Beischläfer. Wiederum musste ich feststellen, dass die Security auf dem Frankfurter Flughafen ein dezentes Securitylack aufweist. So ließen sie mich letztes Mal, vor 3 Jahren, mit einer Schere im Handgepäck reisen und diesmal mit Flüssigkeit in Form von einer Packung Seifenblasen, welche ich irgendwie in geistiger Umnachtung, es mag mit der nächtlichen Feierei zu tun haben, einsteckte. Eben diese Seifenblasen vielen mir erst in Kuala Lumpur auf, wo ich sie aus Angst hingerichtet zu werden lieber entsorgte.


Aufgeweckter Blick

Es folgte eine kleine Tram-Odysse und schließlich der wohlverdiente Schlaf im Pint on Pund hostel, wo wir uns nun für eine Woche eingenistet haben. Die meiste Zeit des ersten Tages hier verbingen wir, wie im Moment, damit in unserem 6-Bett-Zimmer am Laptop zu hocken um uns tax file number und bank account zu organisieren. Des Weiteren werden diverse jobboards abgeklappert. Man sieht uns die leichte Ohnmacht, welche uns immer noch im Zaum hält, vermutlich noch an, doch der Schlaf und Flüssigkeitsmangel hat auch seine guten Seiten, denn so ist alles irgendwie lustiger. Zum Beispiel der Umstand, dass wir unser Frühstück hier in dem angegliedertem Pub einnehmen. Sitzt man da so bei peanutbutterjellytoast, instant coffee und geschmacksneutralen cornpops, die Sicht leicht verschwommen, und denkt sich so achjaaaaa schööön hier in Irland Australien dingens.


Klassischer George vs Josh fail
Hipster cheese 6$

Blick aus dem Fenster - mit Denis Wester


 Indes merkten wir dann doch, dass mit uns nicht wirklich was anzufangen ist und beschlossen schließlich den zweiten Tag ausschließlich mit Augen schließen, Fraß einkaufen, kochen und hängen zu bestreiten; hat ganz gut geklappt. Da mag sich manch einer fragen, Bilder von teenagerbevölkerten Partyhostels im Kopf, wie das denn möglich ist. Diesbezüglich ist anzumerken, dass unsere 3 Zimmergenossen anscheinend ein ähnliches Programm für diesen Tag einplanten und so liegt man zu fünft auf 12 Quadratmetern Laptops, Kopfhörer - stumm -. Unsere Mitbewohner sind sowieso von der ruhigen Sorte, Mitte 20 und aus Frankreich stammend. Dafür haben wir uns bereits mit einigen anderen freundlichen Menschen unterhalten. Außerdem trifft man so oder so eh mans sich versieht bekannte Menschen: 1 Tag in Melbourne gewesen und schon sind Mitschüler am Stizzl.

Es geht also noch sehr verschlafen zu. Doch morgen, so spricht die Hoffnung, werden wir diesem Zustand wohl entfliehen, die Stadt erkunden und all den Orgastuff vollenden. Außerdem wechseln wir das Zimmer, weil wir die Woche nachbuchten, und werden so bereits an Tag 3 gesplittet. Bleibt gespannt wie wir! 

xoxo
 
PS. : Mittwochabend ist unten in der Bar immer Karaoke. Hört man durchs ganze Haus. Gut, dass wir den Tag verschliefen und nicht auf den Abend hofften.  #allesrichtiggemacht